Pneumatik - Auswahl eines Kompakt-Druckluftzylinders in 6 Schritten

Pneumatikzylinder sind vielseitige Antriebselemente, die durch den Einsatz von Druckluft präzise lineare Bewegungen erzeugen. Je nach Anwendungsbereich sind unterschiedliche technische Eigenschaften gefragt. So ermöglichen beispielsweise Unterdruckventile mit Volumenstrombegrenzern eine exakte Steuerung des Luftstroms, während integrierte Verdrehsicherungen die Betriebssicherheit erhöhen. Doch wie wähle ich den richtigen Druckluftzylinder für meine Anwendung aus? Dieser Beitrag gibt Ihnen einen umfassenden Überblick, was bei der Auswahl von Pneumatikzylindern bzw. Druckluftzylindern zu beachten ist, damit Sie künftig fundierte Entscheidungen treffen und den für Ihre Anforderungen optimal geeigneten Zylinder auswählen können.

Kompakt-Druckluftzylinder

Beim Pneumatikzylinder bzw. Druckluftzylinder wird in einen Druckluftzylinder eingeleitete Druckluft (Fluid) zum Erzeugen einer Bewegung verwendet. Durch das Einleiten der Druckluft in die jeweiligen Kammern wird der Kolben linear bewegt. Der typische Aufbau von Pneumatikzylindern umfasst ein zylindrisches Gehäuse, einen beweglichen Kolben, Anschlüsse sowie eine Kolbenstange mit entsprechenden Dichtungen. Für einen Einstieg zum Thema Auswahl eines Pneumatikzylinders und Pneumatikzylinder im Allgemeinen empfiehlt sich auch unser Beitrag Grundlagen der Auswahl von Pneumatikzylindern.

Kompakt-Druckluftzylinder sind besonders platzsparend konstruiert und haben in der Regel eine kurze Einbaulänge bei gleichzeitig kleinem Hub. Bei MISUMI sind Kompakt-Druckluftzylinder sowie die Standardausführung in unterschiedlichen Hublängen und Durchmessern verfügbar. Je nach Ausführung eignen sie sich für unterschiedliche Anwendungen.

Beispiel für einen Kompaktzylinder von MISUMI
Beispiel für einen Kompaktzylinder von MISUMI
Montagehalterung L-Form
Montagehalterung MSCLB für Kompaktzylinder

Doch bevor es an die eigentliche Auswahl des Kompaktzylinders geht, sollte geprüft werden, wie der Pneumatikzylinder mechanisch eingebunden werden soll. Dies bezieht sich nicht nur auf die Adapter und Halterungen auf der Anwendungsseite, sondern auch auf die Möglichkeiten der Befestigung des Kompaktzylinders selbst.

Die auf der Anwendungsseite eingesetzten Kolbenstangenaufsätze haben oft eine ausgleichende Funktion, können aber auch Puffer, Verlängerung oder Umlenkungselemente sein.

Ein paar Beispiele möglicher Kolbenstangenaufsätze für Pneumatikzylinder von MISUMI sehen Sie hier:

Gabelkopf mit Gewindezapfen
Gabelkopf mit Gewindezapfen (Gelenklager)
Puffer bzw. Schonkopf
Puffer bzw. Schonkopf
Beispiel für eine Verlängerung
Verlängerung bzw. Erweiterungsstangen

Für den Einbau auf Maschinenseite bietet MISUMI diverse Möglichkeiten wie Halterungen für starre oder bewegliche Montage an. Je nach Anwendung und Zylinderform kann die Montage und die dazu benötigten Montagehalterungen unterschiedlich sein. Die folgenden 2 Anwendungsbeispiele bilden daher nur einen Bruchteil der umfangreichen Möglichkeiten zur Montage ab.

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Montagebeispiel: feste Montage

MSCCS Kompaktzylinder MSCLB
Montagehalterung L-Form
Montagehalterung MSCLB für Kompaktzylinder

Montagebeispiel: bewegliche Montage

Scharnier- platte CYPN HPAN
Zylinder-Scharnierlagerplatte CYPN
Zylinder-Scharnierlagerplatte CYPN für Kompaktzylinder
Scharnierplatte HPAN
Zylinder-Scharnierlagerplatte HPAN

Auswahl von Druckluftzylindern

Die Auswahl des richtigen Kompakt-Druckluftzylinders ist entscheidend für die Effizienz und Zuverlässigkeit der Anwendung. Für eine umfassende Berechnung werden verschiedene Werte, wie Last, Hub des Zylinders und erforderliche Zylinderkraft benötigt. In den folgenden sechs Schritten zeigen wir Ihnen, wie Sie systematisch den passenden Zylinder auswählen und die wichtigsten Parameter berechnen.

Schritt 1: Lastanforderungen bestimmen

Um die Anforderungen an den Pneumatikzylinder zu bestimmen müssen die grundlegenden Rahmenbedingungen betrachtet werden.

1. Welche Last muss bewegt werden?
2. Welcher Betriebsdruck steht zur Verfügung?
3. Erforderlicher Hub?
4. Betriebszeit (Zeitbedarf für den kompletten Hub)

Die Lastberechnung erfolgt anhand des auf den Zylinder wirkenden Gewichts und der Bewegungsrichtung.

In vertikaler Richtung

In vertikaler Richtung
In vertikaler Richtung

Berechnungsformel: Last bei vertikaler Richtung:

F = m \times g

• F = Last in N
• m = Masse des Objekts in kg
• g = 9,8m/s2

In lateraler Richtung

In lateraler Richtung
In lateraler Richtung

Berechnungsformel: Last bei lateraler Richtung:

F = m \times g \times µ

• F = Last in N
• m = Masse des Objekts in kg
• µ = Reibungskoeffizient (Standard µ = 0.3) *
• g = 9,8m/s2

* Weitere Informationen

Schritt 2: Theoretisch benötigte Zylinderkraft ermitteln

Als Kolbenkraft wird diejenige Kraft bezeichnet, die mittels Druckluft erzeugt wird und auf die Kolbenfläche bzw. den Zylinderkolben wirkt. Sie ist verantwortlich für die Einfahr- und Ausfahrbewegung des Kolbens. Die Kolbenkraft ist abhängig vom Arbeitsdruck der Anlage und der Kolbenfläche.

Wird der Pneumatikzylinder in eine bestehende Anlage eingebunden, ist der maximal verfügbare Betriebsdruck meist bereits gegeben. Für die praktische Auslegung sollte jedoch nicht der maximal verfügbare Betriebsdruck, sondern ein niedrigerer Wert angenommen werden. Dies gewährleistet eine zuverlässige Funktion und eröffnet zudem die Möglichkeit den tatsächlich für die Funktion benötigten Betriebsdruck nachträglich gegebenenfalls etwas anzupassen.

Wie wird die Zylinderkraft berechnet?

Grundsätzlich lässt sich die Kraft des Pneumatikzylinders über folgende Formel berechnen:

F = p_{e} \times A \times \eta

• pe = Arbeitsdruck der Anlage in N/m2
• A = Kolbenfläche in mm2
• η = Wirkungsgrad / Lastkorrekturkoeffizient

Der Lastkorrekturkoeffizient η berücksichtigt zusätzliche Faktoren wie Reibung und Sicherheitszuschläge. Er wird auf die berechnete Kraft angewendet, um die tatsächliche erforderliche Zylinderkraft zu berechnen:

Lastfaktorkoeffzient η
Verwendungszweck Skizze Lastfaktor η
Statisches Werkstück (Klemmen, Dichten von Schraubstöcken mit niedriger Geschwindigkeit usw.) max. 0.7
Bewegliches Werkstück Laterale Richtung der Last auf der Führung max. 1.0
Vertikaler bis horizontaler Betrieb der Last max. 0.5

Aus der Berechnungsformel zur Zylinderkraft lässt sich unter Einbeziehung des Lastfaktors η und des gewählten Betriebsdrucks die theoretisch benötigte minimale Kolbenfläche eines einfachwirkenden Zylinders und so auch der theoretisch notwendige Mindestdurchmesser des Pneumatikzylinders ermitteln.

Notwendigen Durchmesser ermitteln

A_{min} = \frac{F}{ p_{e} \times \eta}
d_{min}=\sqrt{\frac{A_1 \times 4}{\pi}}

 

• pe = Arbeitsdruck der Anlage in N/mm2
• Amin = minimale Kolbenfläche in mm2
• η = Wirkungsgrad / Lastkorrekturkoeffizient
• dmin* = minimaler Kolbendurchmesser in mm

* für einfachwirkende Zylinder

Berechnungsbeispiel: theoretischer Mindestdurchmesser

Im Berechnungsbeispiel gehen wir von folgenden Bedingungen aus:

• Pneumatikzylinder einachwirkend
• Betriebsdruck 5bar = 0,5MPa = 0,5N/mm²
• Lastfaktor η = 0,7 (Statisches Werkstück - Klemmen, Dichten mit niedriger Geschwindigkeit)
• F = 600N

Mindestkolbenfläche ermitteln

A_{min} = \frac{F}{ p_{e} \times \eta}
A_{min} = \frac{600N}{ 0,5N/mm^2 \times 0,7}
A_{min} = 1714,29mm^2

Mindestdurchmesser ermitteln

d_{min}=\sqrt{\frac{A_{min}\times 4}{\pi}}
d_{min}=\sqrt{\frac{1714,29mm^2 \times 4}{\pi}}
d_{min} = 46,72mm

Berechnung bei doppeltwirkenden Pneumatikzylindern

Durch den Aufbau eines Pneumatikzylinders mit Kolbenstange ist die Kolbenfläche beider Seiten des Kolbens aber nicht identisch. Daher ist bei der Berechnung der Kolbenkraft weiterhin zu unterscheiden zwischen einfachwirkendem Druckluftzylinder und doppeltwirkendem Druckluftzylinder.

Bei einfachwirkendem Zylinder wird nur die Ausfahrbewegung durch Druckluft initiiert. Die Rückholbewegung wird von einer Rückholfeder übernommen. Um die wirksame Kolbenkraft zu berechnen, muss daher die Federkraft FF von der Kolbenkraft F abgezogen werden.

Bei doppeltwirkendem Druckluftzylindern werden sowohl die Ein- als auch die Ausfahrbewegung von Druckluft initiiert. Auf einer Seite befindet sich die Kolbenstange. Das resultiert darin, dass die Kolbenflächen beim Ein- und Ausfahren unterschiedlich sind, was wiederum unterschiedliche Kolbenkräfte im Pneumatikzylinder nach sich zieht. Hier wird mit den Kolbenflächen A1 (Vorhub) und A2 (Rückhub) gerechnet.

Beim Vorhub wirkt der Druck auf die gesamte Kolbenfläche. Die Kolbenflächen lassen sich über folgende Formeln berechnen:

A_1 = \frac{d_{1}^{2} \times \pi }{4}
A_2 = \frac{(d_{1}^{2}-d_{2}^{2})\times \pi }{4}

 

• d1 = Kolbendurchmesser
• d2 = Stangendurchmesser

Schritt 3: Tatsächlichen Kolbendurchmesser bestimmen

Anhand der weiter oben ermittelten Mindestkolbenfläche kann nun mit Hilfe der Tabelle der Kompaktzylinder gewählt werden, welcher mindestens die geforderte Kolbenfläche aufweist. Die Innendurchmesser der Kompaktzylinder bei MISUMI werden in acht Ausführungen angeboten.

In unserem Berechnungsbeispiel wird eine Fläche von 1714,29mm² bei einem Druck von 0,5 MPa benötigt. Bei einem einfachwirkenden Zylinder würde somit ein Innendurchmesser von 50 mm ausreichen.

Sollte ein doppelt wirkender Zylinder eingesetzt werden, welcher die identische Kraft auch bei Einfahren aufbringt wäre die druckbeaufschlagte Querschnittsfläche A2 mit 1649 mm² mit einem Lastfaktor von η 0,7 rechnerisch nicht mehr ausreichend.

Die theoretische Zylinderkraft des Kompaktzylinders mit Durchmesser 50mm weist bei 0,5 MPa eine Kraft von 982N beim Ausfahren und 825 N beim Einfahren aus. Dies entspricht einem für diese Auswahl errechneten Lastfaktor η von 0,61 (600N / 982N). Beim Einfahren eines doppelt wirkenden Pneumatikzylinders mit Innendurchmesser 50mm und 0,5MPa Betriebsdruck ergibt sich der Lastfaktor η = 0,73 (600N/825N).

Druckbeaufschlagte Kolbenfläche des Zylinders (Einheit : mm2)
Innendurchmesser des Rohrs (mm) Durchmesser Kolbenstange (mm) Betriebsrichtung
Kolbenstange einfahren Kolbenstange ausfahren
Ø12 6 85 113
Ø16 8 151 201
Ø20 10 236 314
Ø25 12 378 491
Ø32 16 603 804
Ø40 16 1056 1257
Ø50 20 1649 1963
Ø63 20 2803 3117
Theoretische Zylinderkraft (Einheit : N)
Innendurchmesser des Rohrs (mm) Betriebsrichtung (Kolbenstange …) Betriebsdruck (MPa)
0.1 0.2 0.3 0.4 0.5 0.6 0.7 0.8 0.9 1.0
Ø12 Ausfahren 11 23 34 45 57 68 79 90 102 113
Einfahren 8 17 25 34 42 51 59 68 76 85
Ø16 Ausfahren 20 40 60 80 101 121 141 161 181 201
Einfahren 15 30 45 60 75 90 106 121 136 151
Ø20 Ausfahren 31 63 94 126 157 188 220 251 283 314
Einfahren 24 47 71 94 118 141 165 188 212 236
Ø25 Ausfahren 49 98 147 196 245 295 344 393 442 491
Einfahren 38 76 113 151 189 227 264 302 340 378
Ø32 Ausfahren 80 161 241 322 402 483 563 643 724 804
Einfahren 60 121 181 241 302 362 422 483 543 603
Ø40 Ausfahren 126 251 377 503 628 754 880 1005 1131 1257
Einfahren 106 211 317 422 528 633 739 844 950 1056
Ø50 Ausfahren 196 393 589 785 982 1178 1374 1571 1767 1963
Einfahren 165 330 495 660 825 990 1155 1319 1484 1649
Ø63 Ausfahren 312 623 935 1247 1559 1870 2182 2494 2806 3117
Einfahren 280 561 841 1121 1402 1682 1962 2242 2523 2803

Schritt 4: Theoretische Referenzgeschwindigkeit berechnen

Die Geschwindigkeit, mit welcher der Kolben das Hubende erreicht, ist u.a. von der zu bewegenden Last, Zylinderlänge und Zylinderdurchmesser sowie dem angelegten Luftdruck abhängig. Allgemein lässt sich die Geschwindigkeit aus dem Verhältnis von Fördervolumenstrom (Q) zur effektiven Kolbenfläche (A) berechnen:

v = \frac{Q}{A}

• v = Geschwindigkeit des Kolbens in m/s
• Q = Durchflussmenge m³/s
• A = Kolbenfläche m²

Der Innendurchmesser des Pneumatikzylinders nimmt ebenfalls erheblich Einfluss auf die Geschwindigkeit. Ein Pneumatikzylinder mit kleinerem innendurchmesser erreicht bei gleichem Volumenstrom als Luftzufuhr höhere Geschwindigkeiten, da er weniger Volumen füllen muss und somit schneller Druck aufbauen kann. Größere Durchmesser benötigen mehr Luftvolumen, was die Füllzeit verlängert und die theoretische Maximalgeschwindigkeit reduziert.

Schritt 5: Art der Zylinderdämpfung prüfen

Die Dämpfung in einem Druckluftzylinder sorgt dafür, dass sich die Bewegung des Pneumatikkolbens am Hubende verlangsamt. Dadurch sollen Schäden am Zylinder und weiteren mechanischen Bauteilen vermieden werden. Außerdem kann eine Dämpfung zu mehr Effizienz und Genauigkeit beitragen. Es gibt verschiedene Arten der Dämpfung:

  • Externe Dämpfung: Die externe Dämpfung ist eine simple Dämpfung, die leicht ersetzbar ist. In der Regel handelt es sich um einen Stoßdämpfer aus einem weichen Material, wie z.B. Gummi, das an der Zylinderaußenseite angebracht wird. Stoßdämpfer sollten bei hohen Geschwindigkeiten und schweren Lasten verwendet werden.
  • Mechanische Dämpfung: Die mechanische Dämpfung sieht flexible Elastomere (z.B. auch aus Gummi oder Polymeren) vor, die im Zylinderinneren am Hubende verbaut werden und so die Aufprallkraft absorbieren.
  • Einstellbare Dämpfung: Die einstellbare Dämpfung empfiehlt sich, wenn die Aufprallkräfte genau kontrolliert und verzögert werden sollen sowie auch bei häufigen Last- und Geschwindigkeitswechseln. Das Wirkprinzip ist dabei wie folgt: Die freigesetzte Luftmenge am Zylinderende wird begrenzt, indem spezielle Kolbenstifte den Luftstrom zur Hauptkammer verschließen und die Luft in der Endkappe einschließen. Diese Luft wird anschließend kontrolliert durch eine variable Öffnung und ein Drosselventil abgeleitet.
  • Selbsteinstellende Dämpfung: Beim selbsteinstellenden Dämpfer ist das Prinzip im Grunde gleich, aber hier werden Schlitze im Dämpfungskolben verwendet, die in Abhängigkeit von Zylindergeschwindigkeit und Last stufenweise die Luft entweichen lassen.

Schritt 6: Sonstige Einflüsse prüfen

Weitere Überlegungen können sich auf Hublänge und seitliche Kräfte beziehen. Die Hublänge ist die linear zurückgelegte Strecke des Kolbens. Soll eine Last zum Beispiel über eine Strecke von 50 cm bewegt werden, so ist auch eine Hublänge von 50 cm zu wählen. Grundlegend ist dabei zu beachten, dass einfachwirkende Pneumatikzylinder in der Regel in kürzeren Varianten erhältlich sind, da sie eine Rückholfeder benötigen. Doppeltwirkende Pneumatikzylinder sind in großen Baulängen erhältlich und können größere Hublängen abdecken.

Seitliche Kräfte auf den Kolben oder die Kolbenstange führen zu erhöhtem Verschleiß der Dichtungen und Führungen und können die Lebensdauer des Zylinders erheblich verkürzen. Um dies zu vermeiden, sollten Führungen oder Lager zum Abfangen der Querkräfte eingeplant werden. Der Pneumatikzylinder selbst ist primär für die Aufnahme axialer Kräfte konzipiert und sollte nicht als tragendes Element für seitliche Belastungen dienen.

Typische Auswahlfehler bei Druckluftzylindern

Bei der Auswahl von Druckluftzylindern werden häufig dieselben Fehler gemacht. Ein Hauptfehler ist die Auswahl eines Zylinders mit falscher bzw. unzureichender Kraftausgabe oder eine nicht optimal geplante Schaltung (siehe Pneumatik-Schaltpläne). Das kann umgangen werden, indem man die Kraftausgabe mindestens doppelt so hoch auswählt wie die erforderliche Last. Auch wird häufig vergessen, Lastmasse, Hublänge und Betriebsumgebung zu berücksichtigen. Das hat oft schlechte Leistung oder vorzeitigen Ausfall zur Folge. Doch auch unzureichende Reserven der bereitgestellten Druckluftversorgung können sich negativ bemerkbar machen. Mangelnder Versorgungsluft und ein zu geringer Volumenstrom können sich neben der verlangsamten Aus- bzw. Einfahrgeschwindigkeit auch signifikant auf die Funktion und Zuverlässigkeit der Anlage auswirken.