TECHNISCHE HOCHSCHULE
NÜRNBERG

MISUMI zu Besuch bei der TH Nürnberg

Wir folgten einer freundlichen Einladung der Technischen Hochschule Nürnberg zu einer Projektwoche auf den Campus. Dirk Warnke, Corporate Account Manager bei MISUMI, referierte zum Thema "MISUMI ist LEGO-Technic für Maschinenbauer". Dieser Satz geht zurück auf einen ehemaligen WG-Genossen, der im Alter von 12 Jahren seinen ersten LEGO-Technic Baukasten geschenkt bekam und fortan seine Liebe zur Konstruktion nie mehr verlieren sollte. Heute ist Warnkes ehemaliger Mitbewohner Konstruktionsleiter eines renommierten Sondermaschinenbau-Unternehmens.

Doch wie ist sein Satz zu verstehen? Seine Antwort: "bei MISUMI bekomme ich - genau wie bei LEGO - unendlich viele mechanische Bauteile. Mit diesem riesigen Baukasten habe ich grenzenlose Möglichkeiten. Mit MISUMI kann ich - genau wie mit LEGO - jede Idee in die Tat umsetzen."

Um den Studenten das MISUMI Konzept näher zu bringen, demonstrierte unser Kollege live auf einer Leinwand die vielfältigen Möglichkeiten, welche die MISUMI Plattform zu bieten hat. Einer der Studenten wurde auf die Bühne gebeten und gemeinsam konfigurierte man eine Linearwelle. In zwei Minuten war die Welle konfiguriert und die Begeisterung im Auditorium groß. Die exemplarisch konfigurierte Welle ist dabei eine von über 6 Trilliarden möglichen Varianten.

Auf der MISUMI Plattform finden die Maschinenbauer der Zukunft alles, was für ihr Projekt benötigt wird: unzählige Maschinenelemente in über 75 Produktfamilien, technische Daten, Angaben zu Preis und Lieferzeit sowie kostenlose CAD-Modelle in allen gängigen Formaten.

Das spricht für MISUMI

  • Millionen Produkte im MISUMI Online Shop
  • Alles aus einer Hand - im MISUMI One-Stop Shop
  • Konfigurieren statt zeichnen
  • Kostenloser Download von CAD-Modellen
  • 214 Anwendungsbeispiele in der inCADLibrary, der Inspirationsquelle für Konstrukteure
  • Bestellung ohne Mindeststückzahl
  • Kurze Lieferzeiten

Rund um die Projektwoche

Das Unternehmen modis, bekannt als größter Konstruktionsdienstleister der Welt, unterstützt die Hochschule als Sponsor bereits seit Jahren. Um neuen Schwung in die Zusammenarbeit zu bringen, beschloss man einen Konstruktionswettbewerb für Erstsemester auszutragen. Die Wettbewerbsidee war die Konzipierung einer "Ü-Ei Abfüllstation". Erstmals wurde eine Projektwoche für Erstsemester umgesetzt. MISUMI durfte die Studenten dabei unterstützen erste Praxiserfahrung mit dieser Projektarbeit zu sammeln.

Der Konstruktionswettbewerb

Aufgabe für die Erstsemester war es, eine Abfüllstation für Überraschungseier zu konzipieren. Die Vorrichtung sollte einen von Überraschungseiern bekannten gelben Plastikbehälter füllen und verschließen können. Die Studenten hatten ihre Freude an dieser kreativen Aufgabe und gaben ihren Konstruktionen treffende Namen wie "EI-FILL-IN" oder "Stopf-nEi 9001".

In den Konstruktionen der elf Projektgruppen fanden sich zahlreiche MISUMI-Komponenten wieder. Das ist kein Zufall: die MISUMI Plattform erwies sich als perfekte Quelle für Bauteile, technische Daten und CAD-Modelle.

Sieger des Konstruktionswettbewerbs

3D-Drucker mit MISUMI Bauteilen

Der AddPro-KMU ist ein an der TH Nürnberg entwickelter 3D-Drucker, der drucken und fräsen kann. Es handelt sich um ein modulares Maschinenkonzept, entwickelt für kleine und mittlere Unternehmen. Additive Fertigungsverfahren stellen neben Spritzguss eine Alternative für die Industrie dar. Aufgrund hoher Erwartungen in Bezug auf Genauigkeit und Verfügbarkeit sind diese Systeme jedoch dementsprechend hochpreisig und viele kleinere Unternehmen scheuen die hohen Investitionskosten. Günstigere Alternativen haben in der Regel den Nachteil, dass mit ihnen nicht besonders hochwertige und reproduzierbare Bauteile hergestellt werden können. Genau hier setzt das Forschungsprojekt des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) an. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines FDM-Druckers, der einen relativ geringen Anschaffungspreis hat und gleichzeitig Bauteile auf Industrieniveau liefert.

Die Mechanik des AddPro-KMU Prototyps besteht zu 90% aus MISUMI Bauteilen.

Warum die Wahl auf MISUMI fiel, erläutern uns Prof. Koch und Gabriel Burmeister im nachfolgenden Interview.

  

Wir nennen es "MISUMISATION" wenn Konstrukteure feststellen, dass sie bei uns alles aus einer Hand erhalten. Genau dies war einer der Hauptgründe, warum die Wahl auf MISUMI fiel, als die Projektgruppe um Prof. Koch am großen Anbietermarkt für Maschinenelemente nach dem besten Partner gesucht hatte.

 

INTERVIEW mit Prof. Koch und Projektleiter Gabriel Burmeister

  1. Können Sie uns einen kurzen Einblick in das Projekt AddPro-KMU geben – worum geht es? Wie war Ihre Zielsetzung? Ihr Ansatz?

Koch: Es geht um die Entwicklung eines innovativen 3D-Druckers, der speziell für kleine und mittlere Unternehmen gedacht ist. Bei der Entwicklung liegt der Fokus darauf, ein industrietaugliches, günstiges Gerät zu entwickeln, das modular aufgebaut ist und schrittweise erweitert werden kann. Für das Grundgerät entstehen gerade einmal Kosten von drei- bis viertausend Euro, was für ein solches Gerät mit großem Bauraum und hochwertigen Komponenten nicht teuer ist.

 

  1. Wie sind Sie auf MISUMI aufmerksam geworden?

Koch: MISUMI war uns natürlich aus früheren Projekten bekannt. Wir bauen ja regelmäßig Vorrichtungen, Maschinen usw. auf.

 

  1. Wie kommt es, dass Sie für Ihre Konstruktion fast ausschließlich MISUMI-Komponenten ausgewählt haben? Was sind die MISUMI-Vorteile aus Ihrer Sicht?

Koch: Der fast ausschließliche Einsatz von MISUMI in dem Projekt hat sich eher schrittweise ergeben. Ausgehend von wichtigen Komponenten wie Kugelumlaufführungen und Linearachsen haben wir Schritt für Schritt immer mehr MISUMI dazu genommen. Das lag einerseits daran, dass die Integration mit CAD-Modellen und Datenblättern immer gut geklappt hat. Andererseits möchte man natürlich auch so wenig wie möglich unterschiedliche Zulieferer haben.

Burmeister: Der Workflow von der Konstruktion bis zum Aufbau des Prototyps wird durch die umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten der MISUMI-Teile deutlich verbessert. Die Teile können unter Berücksichtigung von selbst definierten Maßen direkt in der richtigen Größe und Ausführung heruntergeladen und ins CAD-System importiert werden. Bisher haben alle gelieferten Teile exakt zum CAD-Modell gepasst und es ist eine enorme Arbeitserleichterung, keine Zeichnungen für Fertigungsteile mehr erstellen zu müssen.

 

  1. Das Projekt läuft bis 2020, wie geht es weiter? Was sind die nächsten Schritte?

Koch: Wir bauen aktuell noch die beiden Erweiterungsmodule „Werkzeugwechsler“ und „2-Achs-Tisch“ auf. Parallel läuft bereits die Entwicklung des subtraktiven Moduls, d.h. der Fräse, die in den Drucker integriert wird. Im Folgenden stehen dann eine Umhausung und ein einfacher Filamentwechsel auf dem Programm.

Burmeister: Es wird aktuell noch ein Pick&Place-Modul als Abschlussarbeit entwickelt, mit dem Normteile (Muttern, Scheiben usw.) während des Drucks eingelegt werden können.

Impressionen aus der Projektwoche

...

Bitte einen Moment Geduld.

modis Campus

Aus der gemeinsamen Projektwoche an der Hochschule entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit zwischen modis und MISUMI. So unterstützt MISUMI die Einarbeitung neuer Konstrukteure mit Vorträgen / Konfigurator-Training etc. im Rahmen des modis Campus. In der Niederlassung Nürnberg fand die erste Veranstaltung statt.

Robert Riemer (Branch Manager bei modis):

"Ich erachte es als sehr wichtig, den jungen Konstrukteuren die klare Botschaft mitzugeben: verwendet Kaufteile, verhindert Zeichnungsteile! Da mit MISUMI enorm viele Möglichkeiten bestehen, genau dies in die Tat umzusetzen, passt MISUMI perfekt in den modis Campus."